Konstanze Ziemke

Architektin und Up-Cycling Künstlerin

Konstanze Ziemke mit Objekt "One Day and one century" / Rote Einwegkopfhörer und einer sehr alten Säge ihres Großvaters - unverrottbarer Kunststoff und Holz und Stahl mit sympathischer Patina. Fotonachweis: Frank Lemke

Hintergrund

Und jedem Ende wohnt ein Zauber inne ... Werkstoffe, Materialien und Dinge, die eigentlich schon entsorgt werden sollten, sind oft noch von hoher Qualität. Was gemäß seiner ursprünglichen Zweckbestimmung ausgedient hat, kann durchaus besondere Eigenschaften trotz oder gerade aufgrund der kleinen Narben aus dem "ersten Leben" haben. Diese herauszuarbeiten und beim Betrachter den Anfang für eine andersartige achtsame Wahrnehmung zu schaffen oder zu bestärken, ist das Anliegen von Konstanze Ziemke.

Dazu stellt die Künstlerin Altes in einen neuen Kontext: Werkstoffe aus dem Baubereich und textile Materialien erhalten ebenso wie Gegenstände aus dem täglichen Leben eine neue Identität - Reste und Retouren, Ladenhüter, Sperrmüllaspiranten und Schrott erfahren eine Auf-Wertung.

Mit ihren Upcycling-Objekten verbindet die Architektin Nachhaltigkeit und respektvollen Ressourcen-Umgang mit der Entwicklung einer neuen, teilweise nur temporären Ästhetik. Als Basis für ihren Schaffensprozess dienen vielfach klassische Hand-Arbeitstechniken.

Unser Böll-Forum begleitet Konstanze Ziemke am 16. Oktober 2020 mit einer Kunstaktion im Unverpacktladen PureNote Düsseldorf und am 30.Oktober 2020 mit einem Beitrag auf dem Podium im Malkasten, Düsseldorf. Die eigens auf den Unverpacktladen abgestimmten Kunstwerke werden bis zum 5. November 2020 ausgestellt sein und können hier besichtigt werden: 

PureNote Düsseldorf 

Brunnenstraße 30, 40223 Düsseldorf

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10:00 bis 20:00 Uhr | Donnerstags bis 21:00 Uhr

Kunst ist demokratierelevant, weil der freie kreative Ausdruck im Dialog mit den BürgerInnen Anregungen und Perspektiven für das Gemeinwohl der gesamten Gesellschaft bringen kann"
Konstanze Ziemke